THW Ortsverband Gelsenkirchen

Die Geschichte des Ortsverbandes THW Gelsenkirchen

 
 
 
Der Ortsverband THW Gelsenkirchen wurde 1952  gegründet. Am Standort ist die  Geschäftsstelle und der Ortsverband der „Bundesanstalt Technisches Hilfswerk“  beheimatet worden.( Geographische Koordinaten:   51°33'40"N   7°4'10"E).  Die zwei technischen Züge bestehen aus vier Bergungsgruppen und den Fachgruppen Infrastruktur, Räumen und Elektroversorgung. Die Unterkunft befindet sich im Katastrophenschutzzentrum  der Stadt Gelsenkirchen, an der Adenauerallee 100. Der Ortsverband Gelsenkirchen war vor seiner Gründung 1952  eine ehemalige Flieger-Kaserne der deutschen Luftwaffe (Flugplatz Buer), erbaut 1934 und zunächst Standort einer Fliegerübungsstaffel.  Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs auch von den Einsatzverbänden der Wehrmacht genutzt. Auf dem eigentlichen Flugfeld im Berger Feld ist später das Parkstadion gebaut worden. Von der Kaserne sind einige Gebäude erhalten, die heute innerhalb des Katastrophenschutzzentrums Gelsenkirchen von verschiedenen Hilfsorganisationen (THW, DRK und der Berufsfeuerwehr) belegt werden. Der Architekt ist unbekannt geblieben. Den früheren Übungsplatz markiert eine Standuhr, die an den militärischen Ursprung der Anlage erinnert. Zwischen den Jahren 1970 und 1985 gehörten 8 Bergungszüge sowie 4 Instandhaltungszüge  mit rund 500 Helfern zum Ortsverband die sich aber im Laufe der Jahre auf 2 technische Züge und deren Fachgruppen reduziert haben. Im Jahr 1978 wurde die THW Jugend gegründet und ist seither fester Bestandteil des Ortsverbandes. Die meisten  THW Jugendlichen werden im Alter von 18 Jahren an die Grundausbildung heran geführt und bleiben dem Ortsverband als ausgebildete Helfer erhalten. Die Bundesdienststelle wird durch den Ortsbeauftragten Peter Sworowski seit 2011 (ehrenamtlich)  geleitet.
 
 
 
 
 
Der Technische Zug:
Der Technische Zug des Technischen Hilfswerks ist die Basiseinheit des THW. Jeder Ortsverband hat mindestens einen, mitunter jedoch auch mehrere. Jeder Technische Zug besteht aus einem Zugtrupp, mindestens einer Bergungsgruppe 1 sowie einer Fachgruppe. Die Bergungsgruppe 2 kann zusätzlich oder alternativ zur Fachgruppe disloziert werden. Der Einsatz der jeweiligen Gruppen erfolgt an die Erfordernisse der Schadenslage angepasst, wobei die Facheinheiten sich nach Bedarf gegenseitig unterstützen können.
Auf örtlicher Ebene gibt es 727 Technische Züge (TZ) in derzeit 668 Ortsverbänden. Hier vertritt der THW-Ortsbeauftragte die Bundesbehörde THW als ehrenamtlicher Behördenleiter. Durch diese Organisation ist eine schnelle und flächendeckende Einsatzfähigkeit für die vielfältigen Bedürfnisse gegeben. Die Technischen Zügen sind gewissermaßen die Nachfolgeeinheiten der Bergungs- und je nach Fachgruppe auch der Instandsetzungszüge.
Den Technischen Zug führt der Zugführer, wobei er von seinem Zugtrupp organisatorisch unterstützt wird. Ihm unterstehen die Bergungs- und Fachgruppen, die wiederum von den Gruppenführern geleitet werden. Die Fachgruppen sind in Trupps gegliedert, denen ein Truppführer vorsteht.
 
Die Fachgruppe:
 
Eine Fachgruppe des THW ist eine taktische Einheit als Teileinheit des Technischen Zuges oder als eigenständige Einheit mit speziellen überörtlichen oder -regionalen Einsatzaufgaben.
 
 
 
Fachgruppe Infrastruktur:
Die Fachgruppe Infrastruktur (FGr I) ist eine Fachgruppe des THW für Gefahren durch schadhafte Ver- und Entsorgungssysteme. Sie führt zur Beseitigung von Gefahren und Notlagen notwendige Sicherungs- oder Absperrmaßnahmen an Elektro-, Wasser-, Gas- und Abwasserleitungen im Bereich der Haus- und Gebäudetechnik durch. Sie setzt wichtige Verteiler- und Verbraucheranlagen behelfsmäßig wieder instand, richtet Elektro-, Wasser- und Abwassersysteme in Notunterkünften, Bereitstellungsräumen und Einrichtungen öffentlichen Interesses ein. Sie stellt die Stromversorgung von Einsatzgeräten in Zusammenarbeit mit anderen Einheiten an der Schadensstelle sicher. Sie arbeitet technisch und personell mit Ver- und Entsorgungsunternehmen zusammen. Bei Bedarf wirkt sie beim Betrieb von Notbrunnen und Schutzräumen mit.
 
Fachgruppe Räumen:
 

Die Fachgruppe Räumen (FGr R) als Fachgruppe des THW beseitigt Hindernisse und Trümmer oder ebnet diese ein, schafft Zu- und Abfahrtswege für die eigene Einheit und für andere Fachdienste mit schweren Baumaschinen. Sie unterstützt das Vordringen zu Eingeschlossenen oder Verschütteten (durch Anheben, Zerkleinern oder Beseitigen großer Trümmer, Aushubarbeiten etc.) und führt unaufschiebbare Sicherungsarbeiten (Niederlegen, Einebnen) an einsturzgefährdeten Gebäude- oder Bauwerksteilen durch. Sie führt Stemm- und Bohrarbeiten im Rahmen der Fachaufgabe und für andere Fachgruppen (zum Beispiel Sprengen) durch. Im Bereich kritischer Infrastrukturen erfolgt der Einsatz der Baumaschinen für unverzügliche Sicherungs- und Reparaturarbeiten. Sie unterstützt weiterhin bei Logistik- und Bereitstellungsaufgaben durch ihre Transport- und Umschlagskapazitäten.
Die drei Typen der Fachgruppe (A, B und C) unterscheiden sich durch die verwendete Baumaschinenart. Die Fachgruppen Räumen bilden die Nachfolge bestimmter Teileinheiten der früheren Bergungszüge.
 
 
 

Fachgruppe Elektro:
 

Die Fachgruppe Elektroversorgung (FGr E) als Fachgruppe des THW betreibt temporäre Stromversorgung mittels Netzersatzanlagen für Schaden- bzw. Einsatzstellen, Notunterkünfte, kommunalen Energieversorgungsanlagen, Einrichtungen und Betriebe öffentlichen Interesses sowie für andere Bedarfsträger. Sie führt zur Behebung von Gefahren und Notständen unaufschiebbare Reparaturarbeiten an elektrischen Versorgungsanlagen durch. Im THW-Auslandseinsatz übernimmt sie Aufgaben aus ihrem gesamten Leistungsspektrum. Die Fachgruppen Elektroversorgung wurden als Nachfolge für einen Teil der früheren Instandsetzungszüge geschaffen.